stroh

...

boah, wattn tach gestern!

könnt ich ne woche mit füllen
und hätt keine langeweile.

im traum könnte ich diese realität nicht übertreffen ...

schlaf jetzt, du schaf ...

150408

balken-160408

++++
Wer in einem gewissen Alter nicht merkt,
daß er hauptsächlich von Idioten umgeben ist,
merkt es aus einem gewissen Grunde nicht.

Curt Goetz
++++

die heutige sitzung war mit abstand die merkwürdigste.
ich versuche wieder chronologisch zu rekapitulieren.

als ich den raum betrat, stand das fenster weit auf.
zum ersten mal. das tat sehr gut. durchatmen, während er mich fast fünf minuten warten ließ. die möbel waren beiläufig anders zueinander angeordnet und ich überlegte, ob sowas auch plan sein könnte ... eigenartigerweise stand sein stuhl so weit abseits, dass ihn volles licht von vorn treffen würde ... als er reinkam, mir beiläufig auf dem weg zum fensterschließen die hand gab, verstolperte er sich prompt in meinem neben dem stuhl abgelegten geraffel von korb, tasche, tuch und leihpuschen. ich lobte die frische frühlingsluft und kickte die latschen aus dem weg. ich glaube, bevor er nicht sitzt hat er keine ohren. energisch entledigten sich seine ringelbunten füße der schlappen, schoben sie lässig weg, um gleich darauf mit gekrümmten zehen wieder nach ihnen zu angeln und sicherheitshalber drauf stehen zu bleiben. irgendwas war anders ...
nein, nicht ich habe sessel gerückt und wenn's ihm erst jetzt auffällt, wars wohl das staubsaugende personal. also kein kalkül. aber wenn ich mich nur ausreichend gelangweilt fühle, kann ich mir aus nichts geschichten basteln.

das mit der langeweile werde ich heute wohl formulieren müssen. ich habe auch nichts veränderliches zu berichten. dass ich mich um zwei kranke tiere sorge, war ihm keine nachfrage wert.

im folgenden versuche ich den, dem einstieg folgenden, dialog wieder zu geben.

sagen sie mir doch mal, wo wir stehen, bitte!

naja, soviel kann man da ja nun noch nicht sagen, schließlich waren auch osternferien und ausfall wegen krankheit. wir sind ja noch dabei, die probleme herauszuarbeiten.

ehrlich gesagt, es stört mich, wie sie das ausdrücken.

was gefällt ihnen denn daran nicht?

sie sagen einfach, 'wir'. wie kommen sie dazu?
ich behaupte mal, in unseren sitzungen sind 'sie' dabei sich meine problematik zu erschließen.
ich kenne den misthaufen, auf dem ich sitze, ziemlich gut. ist nämlich meiner.


ja, das ist meine aufgabe, ihre problematik zu verstehen. und wenn ich sie nicht verstehe, frage ich nach. ich frage doch wirklich viel nach, damit ich auch nichts falsch verstehe.

das tun sie wirklich. sie fragen sich dauernd an sachbezogenen details fest, die überhaupt nichts mit mir zu tun haben und ermahnen mich, meine emotionen im zaum zu halten, damit sie pure information erhalten. ich darf ihnen en detail erläutern, wie die einzelteile der sachlage beschaffen sind, aber sie wollen mir nicht zuhören, wenn ich meinem herzen luft machen möchte.

aber ich muss doch fragen, um zu verstehen, worum es eigentlich geht. ich verstehe vieles nicht, von dem was sie sagen und ich brauche einfach sachliche informationen, um die situation beurteilen zu können. damit wir herausfinden, was verändert werden muss, damit es ihnen besser geht.

und wieviele stunden brauchen wir dann noch, bis sie verstanden haben worum es geht und ich endlich mal sagen darf, dass ich von einem riesengroßen, abgrundtiefen widerwillen gegen die gesamte situation, in der ich stecke, erfüllt bin und einen weg finden muss, damit umzugehen, damit es mir besser geht?

meinen sie nicht, dass wir der sache inzwischen doch schon näher kommen?

welcher sache denn?
ich weigere mich, von ihnen als sache betrachtet zu werden!
sie sagen zu mir 'das hatten wir doch schon!', wenn ich mich wiederhole. ich finde es ja schön, dass ich daran erkenne, dass sie dem sachlichen zusammenhang folgen konnten, aber ich habe schon keine lust mehr, ihnen anzuvertrauen, was ich eigentlich sagen wollte. da macht die schere schnipp. und ab ist ab.
sie wollen, dass ich meine sprache kontrolliere, keine bildhaften vergleiche anstelle und sie inhaltsrein zutexte, damit sie das gefühl haben können, einer sache auf den grund zu gehen.
jedes wort steht bildhaft für etwas mit dem man es gleichsetzt. auch die allerreinste sachlichkeit ist interpretierbar. in bildern zu denken, zu sprechen, zu verstehen ist nach meinem dafürhalten etwas absolut menschliches. auch mögliche missverständnisse gehören dazu. beim aus dem weg räumen lernt man sein gegenüber besonders gut kennen.
wenn ich mit anderen menschen spreche, habe ich doch oft deutlich das gefühl, dass ich mich verständlich machen kann. und sogar gerade wegen der bildhaftigkeit, die meine sprache auszeichnet. natürlich sind bilder interpretierbar. genau das macht sie ja so großartig. wer ein echo in sich hört, hat die möglichkeit in sich hineinzuhorchen. das führt letztlich dazu, dem anderen verständnis entgegen bringen zu können, oder auch mal den eigenen blickwinkel zu wechseln.
interessiert sie eigentlich, wie es mir dabei geht, wenn ich sie stunde um stunde beständig da abholen muss, wo sie mit ihrem begreifen im reinen sind? und ich komme dabei nicht von der stelle ...


wollen sie damit sagen, dass ich meinen job nicht gut mache? (- an dieser stelle hatte er selbstmitleidiges pipi in den augen -)

habe ich das etwa gesagt? nein.
aber sie haben meine aussage so interpretiert. es geht also doch. sie erkennen den inhalt in einem bildhaften vergleich. zumindest, wenn er sie selbst betrifft. warum also sollte ich meiner sprache, meinem denken und fühlen gewalt antun. können sie nicht einfach ihrem gefühl folgen, ihrer intuition trauen, wenn ich ihnen bildhaftes antrage? ich könnte darauf vertrauen, dass sie mich richtig verstehen.
sie nicht? spüren sie keine schwingung, der sie folgen können?
wenn ich ein gespräch suche, dann doch auch, weil ich inspiriert werden möchte, anstöße kriegen will, den kreislauf meiner gedanken unterbrechen und die dinge in anderem licht sehen möchte.


... und dann sagte er tatsächlich 'nein, da kann ich ihre erwartungen nicht erfüllen' ...

~

es ging ein weiteres weilchen hin und her.
er erläuterte mir noch, dass die vielfalt des therapeutischen angebots daher rühre, dass jeder therapeut die technik wählen könne, die ihm am besten läge. darauf meinte ich, dass ich immer gedacht hätte, die vielfalt hätte man für den spezifisch bedürftigen patienten ersonnen. wie naiv von mir. das fand er irgendwie auch.
ob er weiß, dass man sich weitgehend darüber einig ist, das der therapeut i.d.r. deshalb ein solcher ist, weil er der therapie bedarf?
er machte die 'beziehung zwischen therapeut und patient' noch zum schwafelstichwort. und ich sagte nochmal, dass er mich nicht erst beschneiden kann, um dann zu erwarten, dass ich noch irgendein bedürfnis hätte, meine gedanken zu ihm zu tragen. ich habe versäumt, ihm den selbsterfüllungswatzlawik nochmal zu erläutern, aber die zeit war dann um. auch gut.

hiermit ist dieser erste teil
selbsterfahrung in profibegleitung beendet.
und es hat ihn mehr getroffen,
als ich vermutet hätte.
armer profi.

~~~ erfahrungsmüde ~~~

manchmal fühle ich mich wirklich,
als käme ich von 'nem anderen stern.

++++++++
Die eigene Erfahrung hat den Vorteil völliger Gewißheit.
Arthur Schopenhauer
++++++++

ich bin keine hecke

balken-150408-paprim
~
man kann mich nicht beliebig zurecht stutzen
und dann erwarten, dass ich kräftig austreibe.
~
ergänzung: ... und die form bewahre.

tse

in kleinen schraubenbewegungen

balken-050408-3

++++++++++++++++++++
Das unbekannteste Land liegt unterm Hut.
George Bernard Shaw
++++++++++++++++++++

am 080408 hatte ich nach vier ausfällen wieder einen termin bei meinem profi. auch, wenn ich mich wiederhole, ich bin insgesamt sehr enttäuscht von dieser unternehmung.

nun, lieber leser, denke aber nicht, ich drehte mich nur im kreise, wenn ich weiter auf diesem thema herumkaue und dabei immer die gleichen aromen verkoste. für mich fühlt es schon wie kreisen in der dritten dimension. wo wunsch und wirklichkeit so auseinander grätschen, kann nur in spiralbewegungen abgearbeitet werden.
noch nie habe ich eine dieser geschichten so regelmäßig dokumentiert, wie diese. erlebt habe ich schon einige, die sich sehr ähnlich anfühlten, die beim genaueren betrachten auch schablonenhafte gemeinsamkeiten aufweisen. mit jeder geschichte trage ich ein bisschen mehr ab von dem berg, der mir in den weg gestellt zu sein scheint. schritt für schritt komme ich zu einem horizont, der weiter ist als er zuvor war. und ich vertraue fest darauf, dass ich hinter dem berg das meer sehe, das ich so tief ersehne, dessen ich so überlebensdringend bedarf. das wird sein, wenn ich endlich verstehe, was es mit diesem ganzen familienverstricktsein auf sich hat. dass ich es aber bis heute noch nicht durchschaue, heißt auch, dass ich mich irgendwie sputen muss, sonst habe ich vielleicht irgendwann mehr erkenntnisarbeit übrig, als lebenszeit diese auch zu leisten. das ist mir eine meiner schrecklichsten worst case vorstellungen vom versagen vor der vom leben gestellten aufgabe. schrecklich lange jahre hat mich die erinnerung gequält, wie erst die schwester und dann die mutter fast bis zum letzten atemzug in die frage nach dem schuld tragenden vertieft waren. erst vor ein paar monaten konnte ich zum ersten mal darüber weinen und dabei wirklich wahrnehmen, wie traurig mich das machte. sich selbst und anderen haben sie gnadenlos schwere brocken serviert. allerlei aus alles-was-weg-musste, auf dass die welt ihrer vorstellung von ihr ähnlicher werde. wie sie eine speisekammer aufgeräumt hätten. alles sauber, alles blank, alle reste verwertet. damit nix umkommt. keine fragte nach bekömmlichkeit, schon gar nicht der für andere. es wird gegessen, was auf den tisch kommt. und wenn du nicht auf isst, wird dir die sonne nie wieder scheinen ... (weil ich grad so schön in fahrt bin).
worauf ich hinaus wollte, war die überlegung, dass mir das dokumentieren vielleicht ein bisschen mehr vom muster offenbart, das hinter all dem fadengeknote liegt.

zurück zum profi
sein geschick zum taktisch angestrebten kalkül trägt nicht, mich schon gar nicht, vielleicht aber nicht mal ihn selbst.
nach wie vor hampelt er zu beginn mit socken (die ganze erscheinung grau in grau, aber frisch übergestülpte grellfarbene wollene fußdinger. ich nehm's ihm nicht ab. nein) und puschen (er hat jetzt nagelneue schwarze birkenstöcker an und es fällt ihm sichtlich schwer sie auszuziehen, so schön fuß bettend, wie sie sind) rum und seine schwingung kriegt einen wahrnehmbaren knick, als er bemerkt, dass ich meine leihelbkähne woanders geparkt habe als sonst.
wenn wir uns nach der begrüßung setzen, sehe ich zunächst wie sein körper in bequeme mein-sessel-haltung rutscht, bevor er sich zusammenreißt und meiner wie-unbequem-können-sitzmöbel-sein-haltung folgt. ich nehme mir die zeit, seine bein- und armhaltung-sortierarbeit innerlich kopfschüttelnd zu betrachten. ich denke dann, er weiß wirklich nicht, wie er sich mir gegenüber verhalten soll.
er versucht die verrenkungen meiner finger nachzuahmen, wenn ich nach worten ringe. einfach albern mit seinen gepflegten, aber ausdruckslosen akademikerhänden - die meinen, vergleichsweise wirklich große frauenhände, gartenarbeitstrapaziert, abgesehen noch davon, dass ich streßbedingt nagelhaut kaue, waren schon immer behilflich etwas in ernsthaften worten zu fassen zu kriegen. seinen sind diese bewegungen fremd, er verfällt in eigene muster, die meinen vielleicht ähnlich sind, aber gagegen den charakter von kinderspiel haben.

sobald ich inhaltlich zur wiederholung ansetze, weil ich einem knackpunkt formulierung angedeihen lassen möchte, dem ich nur über eine gedankenschleife auf die schliche kommen kann, stoppt er mich. ermahnt zur sachlichkeit und sagt so sätze wie 'nun, das hatten wir doch schon ...' und gibt mir am ende ratschläge mit auf den weg, die von meiner unbedarften nachbarin am gartenzaun stammen könnten. 'nehmen sie sich doch mal jeden tag zwei stunden nur für sich ...' so hausbacken wie 20min bei 200°C auf mittlerer schiene.

dabei hat er doch keinen blassen schimmer von meinem leben und urteilt nach dem, was man annehmen könnte, wenn man es nicht besser weiß. bislang hat er außer dem anamnesebogen keine wesentlichen informationen über mein gegenwärtiges dasein, was nicht die betreuerpflicht betrifft. aber schon dieses wenige lässt ihn abstand wahren. ich glaube, er glaubt mir nicht. ich habe vielleicht auch zu viele stichworte gegeben, die mich in seinen augen unglaubwürdig machen.

ich habe mich homöopatisch behandeln lassen und behaupte, schaden davon getragen zu haben, der über viele jahre mein leben veränderte. ich schildere mein damaliges erleben als psychotisch, mich sehr erschreckend und orientierung nehmend. worauf er im überzeugungston erwidert, dass das nicht sein könne, auch weil es nie diagnostiziert worden sei. was für ein tolles argument. genauso wie meine letztjährige erschöpfungsbedingte depression. ohne diagnose ist das nach seiner einschätzung völlig überzeichnet.
dass ich mein kranksein in den letzten wochen in einen für mich sinnhaften lebenszusmmenhang stelle, reflektierte er mit 'ach was denn, eine erkältung, mehr doch nicht.'
ich habe vor mehr als 10 jahren eine familienaufstellung nach hellinger gemacht und stellte wirkung fest, die ich zuvor nicht für möglich gehalten hätte. er machte sichtlich alle schotten dicht, als er das vernahm. in seinem therapeutischen weltbild ist herr hellinger sicher ein übler scharlatan und klienten wie mich kann man nur bedauern, wenn sie auch noch therapeutische wirkung zu erfahren meinen.

(inzwischen habe ich einiges über das familienstellen und herrn hellinger gelesen und finde durchaus, dass er was missglücktes, wenn nicht gar krankes an sich hat, was ich aber bei menschen mit einseitigen extrembegabungen für völlig normal halte. ausgleich, der sich ins sichtbare schafft, für die begabung, die im unsichtbaren wirkt - so ungefähr jedenfalls - mein damaliger aufsteller, den ich aus anderem zusammenhang kannte, veränderte sich in ausdruck und haltung so sehr, als er in den prozess des aufstellens eingetaucht war, dass ich erschrak. dieser freundliche, einfühlsame, schwingungsfühlige mensch wurde zu einem barschen, unfreundlichen, in grobheiten kauderwelschenden den-anderen-vor-den-kopf-stoßer. ich habe noch nie im bewußten leben so sehr geweint, wie während und nach dieser aktion - und ich wurde nicht allein gelassen, nur nebenbei bemerkt - als ich dann später über hellinger las, machte die veränderung meines aufstellers sinn, war er doch augenscheinlich seinem lehrer sehr ähnlich geworden. wer weiß schon, wie das zusammenhängt, vielleicht liegt darin sogar eine unbegreifbare bedingung für das gelingen ... natürlich würde ich anders reden, wenn ich mich als opfer allein gelassen und in den suizid getrieben fühlte, wie es wohl pressebreitgetreten vorgekommen sein soll ... mir wurde dagegen eine lange und innig empfundene umarmung meiner mutter zu teil, die in meinem leben ihres gleichen sucht. nie zuvor und nie wieder danach. aber dieses eine mal. und dafür bin ich sehr dankbar, sonst hätte ich mich immer weiter gefragt, ob sowas überhaupt im pool der möglichkeiten für mich vorgesehen gewesen sei.)

meine seele fühle sich wund an, versuchte ich eingangs mein derzeitig so bedrücktes drurchs leben schleichen zu beschreiben. ob ich denn, und welcher konfession angehörend, gläubig sei, begehrte er daraufhin wissen zu wollen, um mich weiter noch zu ermahnen, doch psyche zu sagen, wenn ich psychologische vorgänge meine und ich fragte mich irritiert, ob er wohl im grundstudium mal über die wortetymologie seiner berufsbezeichnung unterrichtet wurde.
überhaupt sei meine sprache so bildhaft, dass sie ganz missverständlich bei ihm ankomme. die dinge wollen beim realen namen genannt werden, wenn man ernsthaft kommunizieren möchte, oder sagte er, verstanden werden will? sich mitteilen möchte? egal, in diesem sinne jedenfalls.
selbst ein bild wie 'es regnet bindfäden', sei falsch, weil auch beim stärksten regen kein einziger faden vom himmel falle.
ich schwanke derweil heftig zwischen unzweifelhaftem das-kann-der-doch-jetzt-nicht-ernst-meinen und fassungslosem der-meint-das-jetzt-wirklich-alles-ernst - nein, das kann nicht sein, was ist der denn für 'ne gurke? los, straßenseite wechseln, besser jeder geht seiner wege. nein, nicht abhauen, guck lieber, was es mit dir macht, lernste womöglich noch was bei ...
'nein', sagte er anfangs mal, 'sie können mir nicht weiter trauen, als bis dahin, dass das was sie mir sagen, diesen raum nicht verlässt. es sei denn sie befreiten mich von meiner schweigepflicht.' öhm, ich hatte den eindruck, dass mich das eigentlich darüber informiert, dass er sich nicht für vertrauenwürdig hält und dieses niemals freiwillig von dritten überprüfen lassen würde - soviel zur unterschwelligen botschaft von vermeintlich klaren worten. ich hatte tatsächlich einen moment das gefühl, dass ich ob dieser einstellung in der falle sitze und ihm, seiner erkenntnis und beurteilung ausgeliefert bin. ohnmächtig. alles was ich sage und auch wie, wird letztlich gegen mich verwendet werden, soviel steht in dem moment fest. seine haltung hat nichts freundliches für mich übrig, von wohlwollen ganz zu schweigen. gleichzeitig leuchtet er mir damit als selbsterfüllungswatzlawik entgegen.
wann hatte er wohl seine letzte supervision mit einem schwarz schillernden schäfchen wie mir?

dass mich die szenerie so verunsichert, liegt an einer mündlichen information, die ich ihm gab, als er mich befragte, wie mein verhältnis zu meiner mutter gewesen sei, als ich aufwuchs. schwierig, antwortete ich, sie konnte mich nicht wirklich in ihr blickfeld bekommen und speiste mich oft mit dem satz 'das bildest du dir nur ein!' ab, wenn es ihr zu kritisch wurde und sie ihr felsiges weltbild durch mich ins geröllen kommen sah.
genau so fühlt er sich als mein gegenüber an, als wolle er diese information über eine mir entgegen gebrachte grundhaltung ausschlachten, mich damit mürbe machen. das meinte ich in einem früheren bericht mit der provokant hingehaltenen leinwand, die sich von mir wünscht, von mir erwartet, dass ich auf sie projiziere und übertrage.
leider oder zum glück bin ich auf diesem gleis nicht mehr wirklich spontan erreichbar. normalerweise, entziehe ich mich solchem starrsinn kommentarlos. meine erfahrung bestärkt mich, dass das besser ist, als darauf einzusteigen und mich in machtspiele verwickeln zu lassen, die mir nichts bedeuten und gründlich gleichgültig sind. wenn ich meine recht zu haben, interessiert es mich nur an den wirklichen kontaktstellen, ob der andere es auch so sieht. und kontaktstellen kann ich locker dezimieren - du magst mich nicht? auch o.k. ich bin da nicht so zimperlich, noch besonders anhänglich. also denke nicht, dass ich die begegnung suche, um dich und dein problem mit mir zu füttern. bye bye ...

entweder er kriegts sowieso nicht gebacken, oder er will auf was raus, was er aber auch nicht gebacken kriegt ...
'türlich rührt er mit seinem gebaren an altbekannten narben. ich kenne ignoranz und desinteresse, spazierstocksteife ansichten zum sein von gott und des menschen welt und krudes abgelehnt werden (wo eine liebevolle geste zum vollkommenen glücksmoment gereicht hätte).
gerne suche ich mir deshalb immer wieder lehrstücke, in denen ich mit trübem wasser und vertrocknetem brot bei laune gehalten werden kann, um irgendwann festzustellen, dass ich mich am ausgestreckten arm eines anderen verhungern lasse.
spätestens dann ist es zeit für mich die segel zu streichen, das wasser zu wechseln und meiner wege zu ziehen.
bisher habe ich die kurve noch immer gekriegt - nur was meine familie angeht, ist mir dies nicht gelungen. schließlich hat sie früh veranlasst, dass das immer wieder so abläuft. dass kaum noch jemand von ihnen am leben ist, scheint eine geringere rolle zu spielen, als ich je erwartet hätte. sie haben mich alle nach wie vor am ausgestreckten arm fest im griff und lassen mich in vielem so sein, wie ich mich in solchem verhungerten fadenschein erlebe.
an diese problematik möchte ich dran ... die aber ist weit jenseits von einem tgl.-2std.-nur-fürs-selbst-rezept, dass mich von nächtlicher schlaflosigkeit heilen soll.

so lockt er mich sicher nicht aus der reserve.
und es springt kein noch so schwacher funke. nichtmal rein menschliches interesse spüre ich.
die erkenntnis über mich und was mich dieser tage drückt, die ich mir dennoch erarbeite, ist keine, die ich jetzt noch mit ihm teilen wollen würde. ich hätte angst, er macht sie mir kaputt - nun, versuchte es, was aber genauso schlimm wäre.
ich bin in verhältnissen aufgewachsen, die mir mein mich selbst und die welt erkennen immer mit überzeugten zungen und blinder systematik demoliert und demontiert haben. ich hab's überlebt. und meine sogar, ich sei eine selbstdenkende menschin geworden. fehler und schwächen behaftet menschlich. aber auch tief fühlend, empathisch und bisweilen mutig und kraftvoll am mitgeschöpf und leben längs.
ich bin schon eigen. sehr eigen, für manchen, der mich kennenlernt. zu eigen für viele, die ich bis heute traf. aber wer sich trotzdem einließ, kriegte in der regel auch was geboten, das er wertschätzen konnte.

mein selbstverständnis sagt mir, dass ich meine zeit nicht verschwenden soll mit menschen, die mich auf ein ihnen genehmes und gemäßes maß zurecht stutzen wollen, damit ich für sie handhabbarer werde.
sich verstanden fühlen ist wunderbar, aber kein ziel, das es um jeden preis zu erreichen gilt. nun wirklich nicht. daran kann man nämlich sterben.

++++++++++++++++++++++++
Alle Lebewesen außer den Menschen wissen,
daß der Hauptzweck des Lebens darin besteht,
es zu genießen.

Samuel Butler
++++++++++++++++++++++++

in diesem sinne ;·)
viele stunden nur für mich allein heute nacht.
sowas kommt dann dabei raus ...
immerhin ein ergebnis.

gestern wieder ...

balken-12-03-08-enten2
~
tja, geneigter leser, was kann ich berichten über die heutige sitzung?
ich habe von den großen neuigkeiten in meinem leben erzählt. dass ich große hoffnung auf ein erträgliches maß habe. dass mir von den schultern genommen wird, wofür meine schultern einfach nicht gemacht sind. dass es ein versehen war und ich übersehen worden bin ...

er fragte mir, vergleichsweise, löcher in den bauch.
wie denn sowas käme, das wäre doch gar nicht möglich. das sei doch ein bürokratisches system wo eins ins andere greife ... was sei denn da nun verkehrt gelaufen?
dazu kann ich ja nur sagen, wenn einer vom anderen nichts weiß, kommt das wohl schon mal vor. offensichtlich. und akten an sich sind nicht sehr gesprächig, sie neigen zum einstauben, dazu hinter schränke zu rutschen und unsichtbar zu werden, wenn man sie nicht ab und zu aufschlägt.
ich weiß nicht wie, nicht was oder warum - nur dass.
es gab einfach keinen anlass den deckel, hinter dem ich verborgen war, früher aufzuschlagen ... ich kann nur sagen, wenn das jetzt nicht von alleine, sozusagen, passiert wäre, hätte ich maßnahmen ergreifen müssen, um mein überleben in diesem sumpf zu sichern. die möglichkeiten wären überschaubar gewesen, aber ich hätte mich darin eingerichtet, um zum ziel zu kommen. es gab die optionen krankheit, kriminalität oder öffentlichkeit suchen. ich nehme an, ich hätte versucht, die liste von hinten abzuarbeiten. zumal ich hier ja seit einiger zeit beständig öffentlichkeitstraining betreibe. also ich übe, meine ich damit, mich nicht vor dem unbekannten leser zu fürchten.
da ich solches sehr enthusiastisch vortragen kann, sah er sich genötigt, mich zu bremsen. ich solle mal auf die emotionalität verzichten und sachlich bleiben! ach, du lieber meister der angetrockneten krustenfakten, sag mir, was suchst du auf diesem stuhl mir vis a vis? ällmählich frage ich mich, welches lehrstück ich für ihn gebe und glaube nicht mehr daran, dass er mir wirklich dienlich ist.
ob ich denn sagen könnte, wo ich selbst dazu beigetragen hätte, nicht gesehen werden?
öhmmmm ... ich weiß, riskantes unterfangen unter den gegebenen unmständen, aber ich habe dann meine erfahrung mit dem, bei mir immer wieder nicht greifenden, regelwerk erläutert. was bei ihm davon ankam, kann ich nicht sagen. einzig zu bewegen schien ihn an der schilderung sein eigener rückschluß, dass ich immer noch nicht drauf gekommen bin, was ich da schon lebenslänglich verkehrt mache ...
er war richtig beleidigt. und entrüstete sich über meine gleichgültigkeit das herauszufinden. 'wenn sie meinen, dass sie das nicht nötig haben ...' warum klingt das so unangemessen schnippisch in meinen ohren?
ich habe versprochen ein paar beispiele zu erinnern und das nächste mal zu erläuteren, wie ich zu meiner ungerührtheit komme.
diese vierzig bis fünfundvierzig minuten mit ihm zu verbringen fühlt sich ein bisschen an wie - hm, ich hab jetzt lange drüber nachgedacht, welches bild am besten reinfühlt und entscheide mich für - wandern mit einem redlich fußkranken.
ganz knapp nur noch vor, einen rollstuhl mit 100 kg person drin durch einen wald schieben. und ich weiß, wovon ich spreche ...

wie erkläre ich jemandem meinen lebensfunken, der ihn selbst nicht hat. wer weiß, ob er nicht sogar fürchtet, sich die finger daran zu verbrennen ...
ich bin etwas ratlos.

~ ~ ~

... und auch wieder nicht.
wenn ich die zeichen am wegesrand deute, dann ist längst alles klar. ich bin wieder auf der suche ...
dass ich mich dazu derzeit auf offiziellem, kk-anerkanntem weg befinde, ist absolut untypisch für mich und resultiert aus den auch ziemlich untypischen umständen, die mir so akribisch am lebensnerv bohrten. wenn alles so läuft, wie sich jetzt abzeichnet, dann brauche ich keine alibitherapie mehr, um weiter zu kommen, sondern kann mich wieder den entwicklungsangepassten instrumentarien bedienen, zu denen mir ein innerer zugang gegeben ist.
diese einsicht tut gut.

ach ja, das zeichen am wegesrand war ein alter mann am kiosk. ich musste ihm in die bestellung quatschen, weil ich die quittung für des schützlings zigarettenstange vermisste und auch nicht erhalten hatte. während im inneren des kassenmonsters nach dem doppel des zerknüllten belegs gesucht wurde, bemerkte der alte mann im parka zu mir: 'mir scheint, sie sorgen für jemanden ...' und in den vielleicht anderthalb minuten, die wir für unsere bekanntschaft hatten, tauschten wir lachend lebensanekdoten mit weisheitskörnchen aus. und ich hatte das gefühl, wenn wir zehn minuten sprächen, würden wir schon um uns weinen . können . wollen.
er ist pensionierter arzt und ich habe leider nicht nach seinem namen gefragt. ich hoffe, ich treffe ihn wieder ...
in seinen alten augen lag so viel mehr freude und lebenslust, erkennen und wissen, als in denen meines profis.

~ ~ ~

meinen profi drückt was, denke ich zwischendurch immer wieder. und für irgendwas bin ich ihm deshalb gut. in der gegebenen konstellation ist das aber nicht meine aufgabe. und ich weiß deshalb nicht, ob ich das so will.
und ob es mir zuträglich ist, es zu akzeptieren, wenn es so ist.

~

heute ... es lohnt kaum die erwähnung ...

balken040308
~
er hat sich das gähnen mehrmals verkniffen.
bis auf einmal.
kein gegenwollen konnte es verhindern.
gerade als ich kuckte.
ihm wäre lieber gewesen,
ich hätte es nicht gesehen.
wenn mein eindruck nicht trügt.
aber da waren schon 38 minuten der dreiviertelstunde, deren ende er immer nach 40 minuten feststellt, um.

...e.s...i.s.t...s.o...s.t.e.r.b.e.n.s...l.a.n.g.w.e.i.l.i.g...d.a...

~

gestern beim profi

2-08-daisykrkuss
~
dienstag, 19. februar 2008

ich fühle mich ... ... irgendwie gar nicht.
ignoriert trifft's ein bisschen, aber
'noch nicht mal ignoriert' noch eher.

wenn das technik sei, so trifft sie
meinen wunden punkt nur am rande.
wenn überhaupt.
und ich kann sowas lange aushalten ...
ob ich das will - eine andere frage.

es fließt nicht, es stemmt sich gegen.
was für eine kraftverschwendung.
so es auf das hinaus laufen sollte,
was mir schwant.

alles ist auf distanz, sogar unfreundlichkeit
getrimmt und mutet ganz künstlich an.
meine sprache wird kritisiert.
meine bilder versucht er zu entkleiden
und meint, ich beginge missbrauch am wort,
würde sinn und bedetung verschleppen.
meine sitzprobleme werden verlacht,
ja wirklich. aber so provokant plump,
dass jedes interesse reiß aus nimmt.
meinerseits. ich kämpfe nicht um
nutzungsrechte der bereitstehenden
alternativmöbel. unhöflich sie mir nicht
anzubieten, sonst nix.
als ich mich vorbeuge zur besseren
gewichtsverlagerng sagt er:
ha, na klar, hüftschmerzen!
sie wollen ihre unsicherheit verstecken!
sie sind ja völlig auf mich fixiert!
...

dass die da immer mit krawumm was
zu inszenieren bestrebt sind ...

... muss ich mir wohl
eine fußbank mitbringen.
ich bin fähig, für mich zu sorgen.
länger schon.
... und weiß um mein sitzfleisch.
grade kann ich zum ersten mal heute
unbefangen drüber lachen.

sind eigentlich alle psychotherapeuten so
resistent gegen zwischentöne?
wollen immer biegen und brechen?
oder ist das echt meine affinität?

~
Auch die Bretter,
die mancher vor dem Kopf trägt,
können die Welt bedeuten.

Werner Finck

~

diese woche beim profi

2-08-eb-semper2
~
mittwoch, 13. februar 2008
sagte ich schon, dass es irgendwie eigenartig ist, das mit meinem profi?

I. luft

zunächst habe ich mein lüftungsanliegen vorgetragen. weil die gefühlten vierundzwanzig grad beim reinkommen wieder deutlich zu warm für mich waren, auch wenn ich keinen vorgänger riechen konnte - immerhin das nicht, hätte ich gern noch etwas kühle luft gespürt.
es werde schnell zu kalt im raum, wurde ich aufgeklärt ... da hab ich noch einen grund mir den frühling mit samt milderen temperaturen herbei zu wünschen. ich dachte so für mich, was ihm an wärme fehlt, gleicht die heizung aus ... dann ist es wenigsten muggelich im raum. so gesund und flexibel ist mein organismus doch, dass mir die temperaturanpassung für fünfundvierzig minuten nicht wirklich schwer fällt. kleinigkeiten. pillepalle.

II. rückblick

als ich die einführende anweisung bekam, wie sich der patient in der praxis zu verhalten habe, hieß es: schuhe aus und puschen tragen ... der etwas derangierte haufen, zu dem die dinger aufgeschichtet waren, hatte an dem tag nichts geordnetes, paarweises mehr, er machte einen überaus verwaisten eindruck. wie zurückgelassene relikte aus besseren tagen. so traurig dieses bild aus graublauem filz und schwarzen sohlen, dass es in mir eine idee von kriegsberichterstattung erwecken konnte ein momentchen lang ... ein gleiches paar in annähernd meiner größe zu finden war nicht ganz einfach. wie bei aldi im grabbelkorb, nur ohne binder, der zusammenhält, was zusammen bezahlt werden muss. als ich es endlich hatte und die glatt geschubberte kühle der ehemals wildledernen innensohle fühlte, dachte ich an die sprichwörtliche indianerforderung nicht über den anderen zu urteilen, ohne einen mond in seinen schuhen gelaufen zu sein ... ich finde es unangenehm, solcherart ermahnung angetragen zu bekommen, selbst durch freies assoziieren.
wie oft kämpfe ich bittere kämpfe in mir, um gerechtfertigte abgrenzung meiner selbst vom anderen - empathische selbstgefährdung - ich mag das nicht auch noch physisch über den fuß gestülpt bekommen.

ich beschloß die schlappen als transportmittel zu sehen.
also legte ich zum ersten mal an der garderobe ab und segelte in diesen, durch alle möglichen fußformen geweiteten elbkähnen durch den langen flur. im therapiezimmer ging mein hintern im stuhl vor anker und die fußboote neben dem stuhlbein ... meine füße waren schon ganz seekrank und wollten auf dem teppichland bleiben, bis ich nach 45 minuten wieder an bord gehen und ablegen würde, um durch den flur zurück zum mantel zu schippern. ich denke, dieses prozedere wird sich von meiner seite aus nicht ändern, solange ich dort hin komme.

III. schlappen und socken

beim letzten mal schon, als er seine füße aus den puschen pulte - ich schrieb, dass es mich anrührte -, kam es mir vor, als wäre die motivation es zu tun ein wenig aufgesetzt. denn in den vorgesprächen behielt er sie an ... während ich sie sofort von den füßen hatte, sobald ich nur saß. ich bin nicht geneigt an zufällige bedürfnisgleichheit zu glauben. bestimmt nicht.
nach den schlappen kommen die socken ... und nun muss ich an mich halten, um nicht laut los zu prusten. hat der schlingel, nach dem ungleichen paar vom letzten mal, heute doch wirklich ringelstrümpfe an! und so wie sie sich an den fuß schmiegen, frisch angezogen. spieglein, spieglein ... mit grinsen in den mundwinkeln strecke ich meine diesmal auch wieder beringelsockten füße zwischen uns aus und wackele zu begrüßung mit den zehen. mein scheinheiliges ach guck an, sie haben auch ein faibel für bunte füße verhallt, wie mir scheint, ungehört, ist nicht wert gefangen zu werden ... aber wir sind ja auch nicht zum füßeln hier, sondern wollen arbeiten.
fragt sich nur woran?

IV.standortbestimmung

es ist insgesamt unser viertes treffen und das erste das nicht durch formalien vorbestimmt ist. beim letzten mal hat er den von mir brav ausgefüllten anamnesebogen in meiner gegenwart gelesen und, naja sagen wir, verständnisfragen gestellt. die zum einen durch verwechslungsen im gefüge des stammbaums, zum anderen durch zwanghaftes verknüpfen von zufällig auf gleicher höhe nebeneinander stehenden inhalten des zweispaltig layouteten textes zu stande kamen. ich hatte das gefühl, dass er schlampig liest und meinen formulierungen misstraute. an der einzigen stelle, die mir selbst zu blumig ausgedrückt vorkam, hakte er nach. es war die frage nach begebenheiten in meinem leben, die eine besondere bedeutung für mich hatten und ich schrieb darauf:
"Das Sterben meiner Familie.(...) Ich habe das Gefühl nie genug getrauert zu haben." mein vater starb, da war ich vierzehn. in dieser woche wurden alle fäden zu meiner kindheit gekappt. in meinem bericht beschreibe ich zum tod meines vaters aber nur ein einschneidendes synchronereignis. "Tags zuvor zum ersten mal durch einen Erwachsenen sexuell aufgeladene Luft geschnuppert - sehr verwirrend, demütigend, peinlich. Die letzte Begegnung mit meinem Vater war von diesem desolaten Gefühlschaos durchtränkt."
er pickte nach, was ich damit meine, mit der sexuell aufgeladenen luft, und ich erzähle von schlüpfrigen bemerkungen und witzen, die ich nicht witzig finden konnte, da ich sie nicht wirklich verstand. mein sexueller horizont war zu dieser zeit sehr gradlinig entwickelt und ich befand mich mit einem, in meinen jungen augen, schon recht betagten herrn von etwa fünfig jahren, der gefühlt mein opa hätte sein können und sicher nicht in mein jugendliches beuteschema passte, auf einer halbstündigen autofahrt.
missbrauch, sagte er, das sei doch wohl eine missbrauchserfahrung. nun, ja, aber zwischen missbrauch und missbrauch liegen ja alltäglich auch welten, wenn nicht universen, deshalb hätte ich das nicht so ohne weiteres als missbrauch formulieren mögen. zumal sich in der nacht darauf der tod meines vaters ereignete, der fast eine katapulthafte beschleunigungswirkung für mein leben hatte. dieses ereignis zog ganz anderen missbrauch nach sich.
aber es schien ihn zu befriedigen, dass ich es bestätigend aussprechen konnte. ja, das war eine misbrauchssituation. fast hätte ich fragen mögen na, zufrieden jetzt?
da standen wir also beim heutigen termin, zwei wochen danach.

V. aufforderung zum tanz

er sitzt inzwischen. ohne klemmbrett und stift. und ohne filzpuschen. dafür in frischen, rot geringelten socken. er zappelt ein wenig auf dem stuhl. dann sagt er: so, nun erzählen sie mal.

öhm, was sagt man darauf? am liebsten würde ich zurückfragen: was wollen sie denn gerne hören? ich habe viele geschichten im gepäck, da ist bestimmt auch was für sie dabei. aber die blöße will ich mir nicht geben. zumal ich weiß, warum ich dieses unterfangen gestartet habe - er scheinbar immer noch nicht?

VI. haltung mit flashback

in dem kurzen moment meines nachdenkens, wie ich dieser aufforderung nun thematisch am besten nachkommen soll, habe ich das gefühl, dass ein schlecht synchronisiertes spiegelbild vor mir sitzt.
sind ihm seine stühle genauso unbequem, wie mir? nein, mir dämmert, es sei technik, genau wie die socken, wenn du mit deinem gegenüber so rein garnix anzufangen weißt, dann nimm seine körperhaltung an (oder trage seine strümpfe) und kuck, was das mit dir macht. also zappelt er mir nach, beine überschlagen, wieder nebeneinander stellen, zurücklehnen, gewicht auf die andere pobacke verlagern ... ich bin eine sitzgröße, langer rücken, kurze beine, da braucht's schon zeit und hin und her mich so einzusitzen, dass ich mit den fersen auf den boden komme. außerdem habe ich eine angeborene hüftdysplasie und durch meine gewichtszunahme leide ich derzeit auch darunter. sitzen auf nicht mir gemäßen möbeln ist anstrengend und unruhig. diese stühlchen, die mit den paar zentimetern rückenlehne bequemlichkeit andeuten und den niedrigen alibiarmlehnen, die nur zum abstützen beim aufstehen taugen, sind physiotherapeutische herausforderung für mich, aber nicht entspannter haltung förderlich. vielleicht sollte ich mich tatsächlich im schneidersitz auf den boden hocken, dabei geht's mir erfahrungsgemäß am besten ... außerdem hätte seine zappeligkeit dann auch ein ende ... unerträglich zu sehen, wie er sich müht.
aber ich finde eine andere lösung. wenn ich mich mehr auf die stuhlkante hocke, reichen meine beine bis zum boden. und wenn ich mich dann noch nach vorne beuge und mit den ellenbogen auf den knien abstütze, fühle ich deutlich mein ihm entgegenkommen - fronten gibts noch früh genug -, ich kann meine konzentration halten, weil die hüfte nicht schmerzt und, das wesentliche!, er kanns nicht nachmachen. würde er es versuchen, kämen sich unsere köpfe wirklich unziemlich nahe. solches sich einander zuwenden, drückte eine vertrautheit aus, die wir an dieser stelle definitiv nicht haben. während ich mein entspannen spüre, beobachte ich, dass er nun breitbeinigst sitzt, ohne jede spannung im rücken. vor meinem inneren auge zieht eine situation vergangener tage vorbei, die ich als beobachter erlebte.

ein männlicher vorgesetzter in seinen besten jahren, hat eine besprechung mit einer praktikantin, die rede und antwort stehen soll darüber, wie es ihr gefällt, was sie gelernt hat, wie sie mit mitarbeitern klar kommt und so. ganz harmloses gesprächsthema eigentlich, zumal ich wußte, dass alles gut war für sie. doch das arme mädel stand mit hängenden schultern, hochrotem kopf und trockenem mund vor aufregung zitternd da. als würde ihr gleich irgendein himmel auf den kopf fallen oder höllenhunde sie abholen kommen. er hätt's gut sein lassen können, sie wegschicken oder ihr zumindest vorübergehend einen platz am tisch anbieten, damit sie nicht so vorgefürt da stehen musste. doch er legt's darauf an und macht auf gemütlichkeit. entspannung hat ja immer einen gewissen kontrollverlust zur folge, was in seinem fall dazu führte, dass er - auch auf einem eigentlich unpassenden möbel sitzend - machohaltung einnahm. arm halb um die rückenlehne gewickelt, die füße so weit es geht auseinander, becken nach vorne gerutscht ... nun und dann kratzt er sich ausgiebig am sack. ich dachte, die praktikantin verstirbt gleich auf der stelle. himmel war ihr das sichtlich peinlich (mir auch ein bisschen), aber der chef kriegte nix mit (oder zog sein wohlgefühl daraus, was weiß ich ...)

im nachhinein bin ich erleichtert, dass ich trotz dieser erinnerungssequenz nicht dauf lauerte, dass sich mein profi auch gleich in den schritt fassen würde. ich war jetzt konzentriert genug, um einen der fäden zu fassen, die mich derzeit verwickeln.

VII. den einstieg finden

ich starte damit, dass ich berichte, mich nicht besonders gut gefühlt zu haben, seit dem letzten mal. dass ich konflikte ins außen getragen habe, statt bei mir zu bleiben und und ursachenforschung zu betreiben. dass ich pflichten vor mir her schiebe. dass ich noch immer von der mentalen anstrengung der situation geschwächt bin. dass ich es so unendlich satt habe, mich mit profilneurotischen entscheidungsträgern rumschlagen zu müssen, die mir in einem leben ohne betreuung eines behinderten angehörigen nienieniemals begegnen würden, weil ich es zu vermeiden wüßte. doch ich wurde in außervertragliche verpflichtungen verstrickt, die vor meiner zeit scheinbar schon in beton gegossen waren. und ich hab sie jetzt am bein ...
schon nach wenigen sätzen meinerseits sagt er: ich verstehe sie nicht. da er aber keine frage zum klären liefert, erzähle ich weiter. ich verstehe nicht, was sie damit meinen. hm, wie soll ich ihm auf die sprünge helfen? ich fange nochmal von vorne an. sie wissen doch noch, in welcher situation ich stecke. ich habe eine menge verantwortung für einen anderen menschen übernommen und komme mit dieser konstellation nicht klar ... aber das seien doch alles äußerlichkeiten, die man regeln könne. er wolle doch wissen, wie es mir dabei ginge. klar, alles äußerlichkeiten, aber sie bestimmen mein leben. ich fühle mich nicht gut damit. ich bin total geschafft, mein augenlied zuckt seit wochen schon vor sich hin, weil ich mich überhaupt gar nicht mehr ausgeruht fühlen kann. ich spüre körperlich, dass geist und psyche überlastet sind. ich habe sie doch aufgesucht, weil ich ein gegenüber zum reden haben wollte. zum reden über diese meine situation, in der ich mich so verdammt alleine fühle. ich habe keinen, mit dem ich das klärend tun könnte, ich habe auch keinen, mit dem ich mich absprechen könnte, dass er meinen job nur einen tag mal statt meiner macht ... alle veränderungen, die ich am status quo der versorgung vornehme scheinen sich erstmal gegen mich zu wenden. menschen, die ich dafür bezahle, dass sie ihren job machen, verhalten sich wie die fehlbesetzung in einem schlechten theaterstück. nein, ich lasse ihnen nicht alles durchgehen. ja es gibt verträge auf die ich mich berufen kann. aber es gibt darüber hinaus verzwickte abhängigkeiten, die ich nicht gebastelt habe, sondern nur zu entwirren versuche.
ich bin müde daran mich immer wieder den unmöglichsten problemen stellen zu müssen, die nicht da wären, wenn jeder täte, was er soll. ich fühle mich hart geprüft und weiß, dass es eine lebenslängliche situation ist. es nutzt mir hier jetzt an dieser stelle gar nichts, wenn ich zugebe überfordert zu sein. denn die bedürftigkeit des abhängigen wird sich dadurch nicht ändern, dass ichverantwortung abzugeben wünsche. ... ja, ich vermische die themen und ich kann ihnen garantieren, dass ich zu jedem lösungsvorschlag ihrerseits einen stichhaltigen einwand vorbringen kann. ich beschäftige mich aus überlebensgründen schon seit zwei jahren tagtäglich mit diesem problem, an dem mein denken jetzt müde geworden ist. ...
er verstehe aber nicht wirklich, was er da für mich tun könnte ... das hat er gesagt, aber vielleicht rutscht es nur in meiner erinnerung an diese stelle und der wirkliche zusammenhang war ein anderer.

VIII. hausaufgaben

ich fühle mich schon wieder in kochkäse laufen. immer wieder ist alles so zäh. ich sollte mir ganz und gar abschmiken je jemanden zu teffen, der mich da abholt wo ich stehe. egal ob ärzte, therapeuten, pflegepersonal, berufsbetreuer, rechtspfleger oder was ich sonst noch an examinierten fachkräften vor die nase kriege. bestenfalls hält mein gegenüber die klappe und läßt mich erzählen. überwiegend aber löst mein gesprächspartner meine probleme im handstreich: ... aber sie müssen doch nur dieses und jenes tun, dann ist das problem aus der welt ... und manche ratschläge beinhalten abstruses. von nicht mehr ans telefon gehen, bis totalverweigerung oder das beste bisher überhaupt von einer anwältin: straffällig werden!, habe ich mir schon viele vorschläge angehört, die mein leben positiv regulieren helfen sollten.
wenn er jetzt auch noch so anfängt ... nein, ich bin schon vom dran denken genervt. wir einigen uns darauf, dass ich versuchen werde es schriftlich aufzubereiten. eine art workflowdiagramm, wie eins zum anderen beiträgt. na gut, ich hab ja auch sonst nix zu tun, wenns der wahrheitsfindung und verständlichmachung dient, werde ich mich daran begeben. ich sehe auch tatsächlich keinen anderen weg bei der komplexität des themas, denn ich vergesse auch gerne mal zu erläutern, wie was zusammenhängt, weil mir die perfiden details so vertraut sind, dass ich erst später realisiere, dass der andere sie ja nicht kennen kann.

IX. sitzungsende

gut! hausaufgaben abgeholt ... nächstes thema! sage ich aufgeräumt, weil ich dieses öde 'warum tun sie dieses nicht und lassen jenes?'-fragespiel für den moment los bin. da lacht er auf:naja, so geht das bei uns aber nicht ... ach, tatsächlich?

X. bauchgefühl

auf der rückfahrt mit der strab resümierte ich die gefühlspalette, die die vergangene sitzung aufgemischt hatte. da war viel cool im sinne von distanziert, vor allem aber wörtlich kalt. die gefühlten 24 grad heizung waren tatsächlich das wärmste der dreiviertel stunde. zwischen den einzelheiten meiner erzählung kroch echte heiße emotion in mir hoch. mein zorn über gewisse personen, mit denen zu tun zu haben, ich mir nicht aussuchen kann. ich meine einmal inbrünstig ich hasse das! gesagt zu haben. aber emotion war an keiner stelle direkt thema. es war ein sachlicher vortrag von information mit rückfragen zum verständnis. meine kleinen eruptionen fanden scheinbar keine beachtung.
ein detail kommt mir jetzt noch in den sinn, ich sprach davon erpresst und manipuliert zu werden. er unterbrach mich sofort. erpressung sei aber eine harte beschuldigung, das müsse ich ihm aber erklären! das war der einzige moment, in dem er mir lebendig schien. so wie bei dem stichwort missbrauch. oder als ich sagte, im vergangenen sommer unter depressionen gelitten zu haben. das müsse ja erstmal diagnostiziert werden, meinte er da, bevor ich sowas behaupten könne.

ich spüre, dass mir diese ganze schablonenhafte versuchsanordnung tierisch auf den zeiger geht.
mutterschoß warmer raum, schlappen, ringelsocken, spiegeläffchengetue, stichwortgeilheit und die empathie einer pflanze.
bis jetzt spüre ich nur, dass ich nicht abgeholt werde, vielmehr jedes einzelteil zu ihm tragen muss. ich glaube derzeit nicht, dass er mir wird entgegen kommen können. denn er weiß (noch?) gar nicht wo ich bin.
ich hoffe so sehr, dass das nicht so bleibt!
und ich wünsche mir mehr als machtspielchen.
nach 25 genehmigten sitzungen, werde ich zumindest mächtig viele neue strümpfe haben ...
aber am ende bestenfalls sagen zu können, es war nett mit ihnen ... eine schreckliche vorstellung.
und doch ...

... und wenn mir jetzt einer mit self-fulfilling kommt, kriegt er hausverbot.
aber sowas von! basta. ;·))

gestern beim profi

1-08-alias
~
mittwoch, 30. jänner 2008
doch, es ist schon eigenartig.
zumindest das ist es - bis jetzt.
wieder knirschte die begrüßung.
nachdem ich schon beim letzten mal
mit einem 'was wollen sie denn hier?'
empfangen wurde, bekam ich heute ein
'ach, sie ... *brummelbrummel* ... gleich soweit ...' zu geworfen.

aber von vorne. ich bin fünf minuten zu spät, weil ich mir noch einen tiefen zug nikotin gönnte. mir war, als hätte ich den nötig. dann klingeln, treppe rauf gehen, durch die angelehnte tür in den mächtig langen flur treten.
während ich noch die eingangstür hinter mir schließe, geht die erste zimmertür auf. einer der therapeuten dieser gemeinschaftspraxis wartet wohl auf kundschaft. einander zu nicken, unverbindliches lächeln auf beiden seiten. schon öffnet sich die nächste tür und ein kopf kuckt raus - nein, auch wir haben keine verabredung, lächeln, nicken. als nächstes schleicht einer durch den flur, vielleicht der erste türgucker. ich weiß es nicht genau, der flur scheint voller geschäftig huschender heinzelmännchen zu sein, die mich in augenschein nehmen. alles ganz schnell und leise. alles freundliche männergesichter, die mich wachen auges im vorübergehen taxieren. vielleicht kommts mir ja nur so vor - aber es kommt mir eben so vor. nur das einzig bekannte gesicht, das ich hier erwarte, läßt sich erstemal nicht blicken.
die räumlichkeiten meines profis sind ganz hinten und endlich geht auch diese tür auf. da steht er dann, wie adonis am ende vom laubengang (auch seine haltung hat sowas, standbein-spielbein, gekippte hüfte und so) und brubbelt mir obiges willkommen entgegen.

während ich mich aus dem plüschtiger pelle
und passende puschen, die ich im übrigen alle ganz und gar widerlich finde, aus dem dargebotenen haufen klaube, kommt ein vorpatient aus dem raum.
letzte sachverhalte bestätigend, verabschiedet man sich. ich verliere ein wort zu den filzpantoffeln, die wir zu tragen angehalten sind und überlege noch, ob es angemessen ist, im wartezimmerflur mit den mitpatienten über elende pantinen zu scherzen. wär mir aber auch egal, wenn nicht. doch die antwort fällt sowieso verhalten aus, also hocke ich still auf dem stühlchen und warte hereingebeten zu werden, während ich denke, das ist die minute, um mit hilfe eines geöffneten fensters das therapiezimmer vom seelenschweren odem des vorgängers zu reinigen - etwas zumindest. mein profi hechtet inzwischen wieder über den flur und sieht den behandlungsraum leer. worauf er mir wieder den adonis macht 'wo bleiben sie denn, sie konnten doch längst reingehn' nagut, dann husch husch der länge der alten dielen nach. und natürlich schlägt mir die verbrauchte luft der vorangegangenen sitzung entgegen. ich überlege sofort, ob ich das fenster umgehend selbst öffnen soll. 'sie können dann einfach rein gehen, wenn frei ist ...' sagt er nochmal beim händeschütteln und ich sehe autobahnraststättische klotüren vorm inneren auge, was die luft auch nicht wirklich besser macht. okeh, sage ich, ich dachte halt, man könnte son minütchen luft rein lassen, zwischen den terminen. ist ja schon stickig hier drin. man riecht die arbeit ...' ich konzentriere mich darauf das wort 'mief' nicht zu benutzen und zögere immer noch ... gehe ich jetzt zum fenster und mache es auf oder doch etwa nicht? wir haben viel vor heute! ist seine antwort. und schon sitzt er und will eine unterschrift von mir.

die fensterfrage verliere ich endgültig, als ich sehe, dass er seine puschen auch auszieht - das rührt mich irgendwie an - und unterschiedliche socken an hat - das trifft mich sogar richtig. ich, als derzeit annähernd hauptberufliche männersockensortiererin, sehe sowas sofort - gleiche farbe, gleiche masche, anderes material: der linke mit mehr kunststoff drin und deshalb am großen zeh nylondünn abgeschabt ... aber davon ab, als ich vor drei monaten (so lange zieht sich das schon, heute war erst der dritte termin ...) zum ersten mal dort war, trug ich auch ein ungleiches paar strümpfe, einen uni, den andern geringelt. ich hatte damals ja noch keine ahnung, dass ich meine schuhe würde ausziehen müssen ...
... im verlauf dieser gedankenkette bin ich schon ganz weg von der schlechten luft, obwohl ich jetzt, ehrlich gesagt, auch noch füße rieche.
ablenken funktioniert bei mir öfter als mir lieb ist.
mein beschluss jedenfalls ist, dass ich uns nächstes mal luft machen werde, socken und andere faszinationen hin oder her - ich bin entschlossen ein anspruchsvoller kunde zu sein.
und seine resonanzen auf meine leisen töne stehen weiter unter beobachtung. unbedingt.

merkt man, dass ich voll misstrauen bin? ja?
das ist dann wohl auch gut so - wie es ist.

es bliebe noch den verlauf der nächsten 40 minuten zu schildern, aber irgendwann sehen die details dann auch aus wie verdaute Vitis vinifera apyrena, sprich korinthen. zumal der rest vom fest auch erzählerisch nicht so besonders gut aufzubereiten ist, wegen unzusammenhängender ereignislosigkeit.

nur eins noch, was mich wirklich enttäuscht hat: ich habe einfach erwartet, dass ich gefragt werde, wie es mir denn aktuell geht.

aber nun, vielleicht ist das auch wiedermal nur mir selber wichtig ...

~
eisenia denkt

mein kompost

eisenias häufchen

fremde federn

zufällig

balken-050408-3

alltäglich

frisch aufgeschichtet

augennaschen ist mir...
augennaschen ist mir da sinnlisch genuch ;·) aber...
eisenia - 17. Nov, 00:15
von seinen salaten nasch...
von seinen salaten nasch ich ja nur, wenn du da bist....
Sun-ray - 16. Nov, 21:05
ja, ein beeindruckend...
ja, ein beeindruckend diffizil dreidimensional schaffendes...
eisenia - 16. Nov, 18:52
rocaille
ein haufen kleiner steine. ... nur nicht ins rutschen...
eisenia - 16. Nov, 18:32
neulich unterhielten...
neulich unterhielten wir uns noch drüber, und...
Sun-ray - 16. Nov, 17:08
gerne! sehr.
gerne! sehr.
eisenia - 15. Nov, 21:45
morgen mal schnasseln?
morgen mal schnasseln?
Sun-ray - 15. Nov, 20:34
schwere übung
aus der klinik zurück sieht alles fremd aus....
eisenia - 12. Nov, 23:13
in gedanken bei dir....
in gedanken bei dir. ganz nah.
Sun-ray - 10. Nov, 15:43
kleines winken
Weiche den Übeln nicht, geh mutiger ihnen entgegen! Vergil bis...
eisenia (anonym) - 10. Nov, 06:37

hallo

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17. Nov, 00:15

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dieser haufen ist mein ganz privater mist.
ich sortiere ein und aus was mir beliebt und bin allein für den humus verantwortlich. kein dritter hat das recht ansprüche geltend zu machen, sowenig wie ich für dritte hafte.

das material wird gesammelt und aufgesetzt von
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